Elternseite

  • Hausaufgaben sinnvoll begleiten

    Liebe Eltern,

    Hausaufgaben ergänzen in unserem Schulsystem das schulische Lernen. Sie bieten Gelegenheit zur Übung und Vertiefung des Erlernten oder bereiten neue Lerninhalte vor. Die Schüler sollten in der Lage sein, diese weitgehend selbstständig zu erledigen.

    Hausaufgaben sollten in Klasse 1 und 2 ca. 30 Minuten, in Klasse 3 und 4 etwa 40, jedoch maximal 60 Minuten nicht überschreiten.

    Das Thema Hausaufgaben wird jedoch leicht zu einer Belastung im familiären Miteinander. Wie kann man Spannungen möglichst gering halten?

    Nachfolgend haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie Ihr Kind bei den Hausaufgaben unterstützen können.

     

    Klare Gedanken brauchen Ruhe

    Räumen Sie gemeinsam den Arbeitstisch auf!
    Es verschwindet alles, was die Aufmerksamkeit ablenkt, aus dem direkten Umfeld. Versuchen Sie alle Störquellen (Fernseher, Radio, kleine Geschwisterkinder im Raum) zu vermeiden.

    Was ist Hausaufgabe

    Lassen Sie Ihr Kind anhand des Hausaufgabenheftes zeigen, was Hausaufgabe ist. Kontrollieren Sie das Heft täglich gemeinsam. Wird es schlecht von Ihrem Kind geführt, suchen Sie Kontakt zur Klassenlehrerin.

    Das ist mein Weg

    Ihr Kind wählt das Fach aus, mit dem es beginnen möchte. Es kommen nur die Materialien auf den Tisch, die zum Thema benötigt werden.

    So gehe ich vor

    Lassen Sie Ihr Kind erklären, wie es vorhat, die Aufgabe(n) zu lösen. Wenn der Gedankengang Ihres Kindes Sie irritiert, lassen Sie sich erklären, wie es in der Schule besprochen worden ist. Bei unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten versuchen Sie ins Gespräch zu kommen. Sollte Ihr Kind nicht bereit sein, sich auf eine andere Sichtweise einzulassen, dann vertrauen Sie Ihrem Kind und lassen es seinen Vorstellungen gemäß arbeiten. Schreiben Sie ggf. eine Information ins Hausaufgabenheft. So hat die Lehrerin am nächsten Tag die Möglichkeit, auf die Probleme Ihres Kindes einzugehen.

    keine unnötigen Nachfragen

    Wenn Ihr Kind die Schritte der Aufgabenlösung klar benennen kann, dann lassen Sie es in Ruhe arbeiten.

    Trödelhans und Trödelliese

    Lassen Sie Ihr Kind vermuten, wie lange es für die Aufgabe braucht. Stellen Sie einen Wecker und lassen das Kind gegen die Uhr arbeiten. Schlägt es die Zeit bekommt es einen Smiley. Diese kann es wiederum für eine Belohnung sammeln.

    Zwischen zwei Aufgaben ist Pause!

    Anschließend stellen Sie erneut die Zeit.

    Spätestens nach einer Stunde ist Schluss!

    Machen Sie einen Vermerk im Hausaufgabenheft, wenn Ihr Kind das Pensum nicht bewältigen kann. Dies ist eine wichtige Rückmeldung für die Lehrerin.

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

    Schauen Sie, ob die Hausaufgaben vollständig sind.
    Hierbei verschaffen Sie sich einen Überblick, wie viele der Aufgaben richtig gelöst wurden.

    Lob tut gut

    Hat Ihr Kind hat versucht, die Hausaufgaben so gut wie möglich zu erledigen, loben Sie es für seine Anstrengung – unabhängig von falsch oder richtig gelösten Aufgaben. Aber: Lob muss ernst gemeint sein!
    Zeigen Sie sachlich und ruhig und freundlich auf, wenn Sie notwendige Verbesserungen sehen.

    Kontrolle will gelernt sein

    Beziehen Sie Ihr Kind in die Kontrolle mit ein. Machen Sie deutlich: alle machen Fehler, Fehler sind nicht schlimm. Es ist wichtig zu lernen, Fehler zu finden und sie zu verbessern. Loben Ihr Kind, wenn es mit Ihrer Unterstützung Fehler findet.
    Stellen Sie ein gravierendes Problem Ihres Kindes fest, machen Sie eine Notiz im Hausaufgabenheft für die Fachlehrerin.

    Sind Sie sich unsicher, wie Hausaufgaben kontrolliert werden sollen und worauf geachtet werden soll, fragen Sie die Fach- oder Klassenlehrerin.

    Manchmal ist weniger mehr

    Ob Ihr Kind diese Aufgaben noch einmal verbessert, nachrechnet oder nicht, hängt sicherlich auch von seiner Tagesform ab. Lassen Sie Ihr Gespür walten. Ist Ihr Kind müde und nicht mehr bereit, dann sollten Sie dies respektieren. Manchmal hilft es, nach einigen Stunden erneut in Ruhe die Aufgabe anzuschauen.

    Wenn Sie weitere Fragen haben, nutzen Sie unsere Sprechzeiten.
    Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen bei den Hausaufgaben

  • Üben muss sein – und Spaß machen

    Liebe Eltern,

    faszinierend ist es zu beobachten, wie sich Kinder die Welt der Schrift erobern. Wie viel Freude über Gesichter huscht, wenn eine Botschaft unverhofft entschlüsselt wird oder eine Geschichte plötzlich Sinn macht.

    Um diese ersten Erfolge weiter auszubauen gilt es, das Erlernte zu automatisieren. Dazu hilft nur eins: Üben!

    Damit dieses Üben nicht langweilig wird, muss es spielerisch erfolgen und motivierend sein. Immer wieder fragen Eltern: „Was können wir denn tun, um mit unserem Sohn/ unserer Tochter ein bisschen zu üben?“ Wenn auch Sie mit Ihrem Kind ab und an üben wollen, damit:

    – das Lesen flüssiger wird,

    – Rechenaufgaben schneller gelöst werden und

    – Wörter sicher geschrieben werden können

    Nachfolgend einige Tipps!

     

    Tipps zum motivierenden Üben

    Viele Kinder mögen Herausforderungen

    Beispiele:

    „Ich wette, du schaffst es nicht, in 5 min 2O Aufgaben rechnen!“ Gegenfrage: „Und wenn doch?“ … „Dann bekommst du…./ Dann machen wir zusammen…/ Dann darfst du….“

    „Wir machen Wettrechnen mit Einmaleinsreihen – mit welcher beginnen wir?

    Der Sieger darf aussuchen, was wir morgen essen“…

    Da winkt eine Belohnung

    Mehr Spaß macht Üben durch Ansparung von Fleißpunkten, Aufklebern etc. …, verbunden mit Belohnungen, z.B. „Wenn du 20 Punkte hast fahren wir zu…“

    Darf ich an den Computer?

    Es gibt inzwischen einige sehr gute, aber auch weniger gute Lernspiele für den PC. Oft sind diese an Helden der Kinder angelehnt und in deren Welten eingebaut. Um die Qualität eines Spiels einordnen zu können gibt es ein Bewertungssystem mit Computer-Mäusen. Sechs Mäuse erhält ein hervorragend getestetes Spiel. Ein sehr gutes Programm zu allen Lernbereichen ebenso wie zum Knobeln, Spielen und der Wahrnehmungsschulung für den PC ist die Lernwerkstatt aus dem Verlag Mühlacker. Sie bietet für Klasse 1-6 jede Menge motivierende Aufgaben.

    Lesen

    Kuschelstunde mit festen Regeln, die zur Routine werden (zumindest für einen gewissen Zeitraum)

    „Du liest eine Zeile, ich den Rest der Seite!“
    „Du liest die wörtliche Rede, ich alles andere!“
    „Wir lesen eine (zwei) Seite(n) in deinem Buch….dann lese ich dir das nächste Kapitel aus unserem Vorlesebuch vor.“
    „Du suchst dir zehn Wörter aus, die du schon lesen kannst, dann lese ich vor.“

    abwechslungsreich: Lies-Mal-Hefte
    – Arbeit in den Lies-Mal-Heften für einige Minuten wenn es gerade passt
    – prima auch unterwegs als Beschäftigung (auf einer harten Unterlage)

    Kobeln und Tüfteln
    Einige Kinder mögen – nicht zu schwere (!) Rätselhefte
    Diese gibt es auch mit Labyrinthen, Sudokus, Bilderrätseln etc.

    Lesespaß auf dem Computer: Antolin
    Lesen macht einigen Kinder noch mal mehr Spaß, wenn man nach dem Lesen Punkte für richtig beantwortete Fragen sammeln kann. Dies gelingt prima mit dem Online-Programm www.antolin.de
    Falls ihr Kind noch kein Passwort für das Programm, hat sprechen Sie Ihre Klassenlehrerin an.

    Galgenmännchen

    Wer findet die richtigen Buchstaben und gewinnt beim Wörterraten?

    Rätselraten

    Von Ihnen geschriebene kleine Rätsel, bei denen ein Wort erraten werden muss. (Es ist sehr kalt. Kinder lieben es. _ _ _) Zur Kontrolle wird das Wort gelesen.
    Kleine Botschaften an das Kind (am Spiegel, am Kühlschrank, am Schreibtisch,….)

    Schreiben

    • Miniferientagebuch (auch ein Satz reicht!)
    • Erfinden und Aufschreiben von Quatschsätzen
    • Karte/E-Mail/SMS an Oma, Nachbarn,…
    • Einladungen
    • zusammen ausgedachte lustige Geschichten oder auch Begebenheiten im „Familien-Geschichten-Buch“ sammeln (selber aber den Großteil der Schreibarbeit übernehmen, dabei so langsam in „Kaugummisprache“ mitsprechen, dass das Kind genau hört und sieht, wie Sie die Wörter aufschreiben)
    • Gut1 Rechtschreibtraing für den PC
    • Tintenklex LRS-Lernsoftware für den PC
    • 10-min-Rechtschreibtraining mit Karteikarten oder am PC von verschiedenen Anbietern

    Rechnen

    • Rechentrainer, Einmaleinstrainer oder ähnliches für unterwegs (diverse Anbieter) dabeihaben
    • Kopfrechnen im Auto mit Strichliste für richtig gelöste Aufgaben….verbunden mit Mini-Belohnung
    • Würfelspiele und Brettspiele (Shut-the-box, Heck-Meck am Bratwurmeck, Lobo77…bis hin zu Kniffel (für besonders fitte Rechner)
    • Welt- der-Zahl-CD am Computer
    • Einbeziehen der Kinder in das Rechnen im Alltag (Ich möchte noch Kuchen /Pizza…backen. Wie viele Eier sind noch im Kühlschrank? Wie viele müssen wir noch kaufen?…)
    • viele gute Rechenspiele am PC, z.B. Blitzrechnen

  • Konzentration fördern

    „Nun konzentrier dich doch mal! Streng dich doch mal an!“ Wer von uns hat nicht immer wieder eine solche Aussage getätigt.

    Doch was tun, bei dauerhaften Konzentrationsstörungen?

    Zunächst sollte von ärztlicher Seite abgeklärt werde, ob keine organische Störung vorliegt. In diesem Fall berät Sie Ihr Arzt hinsichtlich weiterer notwendiger Untersuchungen und möglicher Therapien. Ist dies nicht der Fall, gibt es, wenn es um die Konzentrationssteigerung geht, kein Wundermittel oder Patentrezept. Um eine Änderung zu erzielen müssen viele Bereiche der Alltagsgewohnheiten überprüft, verändert und nachfolgend immer wieder dem Alter und dem Fortschritt des Kindes angepasst werden.

    „Zappelphilippe“ gab es schon immer. Doch in der heutigen Zeit häufen sich u.a. durch einen Mangel an körperlicher Bewegung, durch fehlende echte Ruhephasen und durch Reizüberflutung die Anzahl der Kinder, die unter Konzentrationsproblemen leiden. Daher „blüht“ auch der Bücher- und Medienmarkt zu diesem Thema. Viele Werke sind jedoch recht teuer und erweisen sich in der Praxis als wenig tauglich. Lassen Sie sich im Bedarfsfall im Buchhandel beraten.

    Tipps zur Konzentrationsförderung

    1. Versuchen Sie den Tagesablauf möglichst klar strukturiert und für das Kind übersichtlich zu gestalten.
    2. Vermeiden Sie unnötige Hektik und Stress, indem Sie zwischen mehr und weniger wichtigen Terminen unterscheiden und möglichst längerfristig planen.
    3. Gehen Sie davon aus, dass sich ein Kind ohne Konzentrationsschwierigkeiten im Grundschulalter etwa 20 Minuten (Faustregel: Lebensalter mal 2) konzentrieren kann – das heißt: Ihr Kind vermutlich kürzer. Berücksichtigen Sie dies beim Arbeiten und vermeiden Sie längere Arbeitsphasen an einem Thema. Legen sie immer wieder – ggf. mit Wecker – der Ausdauer Ihres Kindes angepasste Kurzpausen mit Bewegung ein, so dass für Ihr Kind gut zu bewältigende Etappen entstehen. Loben Sie Ihr Kind, wenn es so lange durchhält ohne aufzustehen und lassen Sie es spüren, dass Sie erfreut darüber sind. Aber Vorsicht: Mimik, Gestik und Aussage müssen zusammen passen! Merkt Ihr Kind, dass es diese Zeit durchhalten kann, führt dies zu Erfolgserlebnissen und seine Motivation kann sich verbessern.
    4. Arbeiten Sie mit positiver Verstärkung, d.h. mit Lob für tatsächlich erreichte kleine Ziele, anstatt nur zu kritisieren. So können Sie den Teufelskreis des Versagens durchbrechen. Gelingt es Ihrem Kind, eine Teilaufgabe zu erledigen, darf es z.B. einen Smiley o.ä. ausmalen. Ist eine gewisse Anzahl erreicht, wird eine vorher vereinbarte Unternehmung gestartet.
    5. Gestehen Sie Ihrem Kind zu, ein Defizit im Bereich der Konzentration zu haben und erwarten Sie keine Wunder. Nur in einer entspannten Atmosphäre kann konzentriert gearbeitet werden. Erklären Sie in einem günstigen Augenblick, dass Sie nicht schimpfen, sondern nur helfen wollen. Vereinbaren Sie eine Geste, mit der Sie ohne zu sprechen Ihr Kind an die Arbeit erinnern. Legen Sie Ihrem Kind, z.B. wenn es abschweift, die Hand mit leichtem Druck auf die Schulter.
    6. Sorgen Sie für einen völlig aufgeräumten Arbeitsplatz ohne Ablenkung und andere störende Geräuschquellen. Das kann auch ein Platz am Esszimmertisch mit angelehnter Tür zur Küche sein – möglichst nicht mit Blick aus dem Fenster. Dies geht jedoch nur, wenn keine kleineren Geschwister dort spielen. Sonst sollte es auf jeden Fall in Ruhe in einem eigenen Zimmer arbeiten.
    7. Lassen Sie Ihr Kind spüren, dass es nicht alleine ist, aber nehmen Sie ihm nicht die Verantwortung ab. Besprechen Sie immer nur eine Aufgabe mit Ihrem Kind. Loben Sie Ihr Kind für eine erledigte Aufgabe, machen Sie eine kurze Pause mit Entspannung oder Bewegung (zum Beispiel ein Bewegungslied, ein Wettrennen die Treppe hoch, etc..). Besprechen Sie erst dann die nächste Aufgabe und wenden Sie sich erneut einer eigenen Beschäftigung zu. Im dritten Schuljahr sollte ein Kind die Hausaufgaben möglichst selbstständig erledigen – ohne, dass jemand daneben sitzt. Dies sollte zumindest das Ziel sein.
    8. Kritisieren Sie konstruktiv. Empfindet Ihr Kind Ihre Kritik als fortlaufend und als Nörgeln „schaltet es auf Durchzug“.
    9. Wenden Sie Ihrem Kind jeden Tag ein wenig Ihrer Zeit bewusst zu. Spielen Sie ein Spiel mit ihm oder bauen Sie mit ihm, ohne dass Ihr Kind das Spiel abbrechen, unterbrechen, ausschweifend etwas anderes erzählen etc. darf. Zeigen Sie ihm, dass es Dinge zu Ende führen kann und dass es sich lohnt, eine Arbeit zügig (gemessen an den Maßstäben des Kindes) zu beenden.
    10. Es gibt von diversen Verlagen Konzentrationsspiele, Rätselspiele, Mandalablöcke etc. Gehen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam in die Buchhandlung wählen etwas Geeignetes aus – das muss nicht immer das teuerste Material sein. Aber erwarten Sie nicht zu viel: diese Materialien sind förderlich, können aber ohne die anderen Maßnahmen keine Konzentrationssteigerung bewirken.
    11. Versuchen Sie (auch wenn es schwer ist!) jeden Tag eine kurze Phase der Entspannung und Stille einzubauen (auch 5 Minuten können gut tun!): eine kleine Massagegeschichte (die kann man sich auch selbst ausdenken), ein Buch, in dem man gemeinsam schmökert oder eine Fußmassage. Auch eine CD mit Entspannungsgeschichten, zu der Sie es sich gemeinsam ein paar Minuten gemütlich machen und zur Ruhe kommen, kann zu einem wertvollen Ritual werden.
    12. Spielen Sie je nach Jahreszeit und Laune Puzzle, Mikado, Memory, Sudokus, Mühle… Mit den meisten Brettspielen können Sie die Konzentration Ihres Kindes fördern, ohne dass Ihrem Kind dies bewusst wird.
    13. Bei alldem gilt: Setzen Sie sich realistische Ziele und gehen Sie den Weg der kleinen Schritte, um Ihrem Kind und damit auch sich selbst Frust und Versagensgefühle zu ersparen.
    14. Auch bei Regeln gilt: Weniger ist mehr! Stellen Sie nur die Regeln auf, die Sie und Ihr Partner für wichtig erachten und sorgen Sie mit Strenge und Konsequenz dafür, dass diese stets eingehalten werden. Diskutieren Sie nicht!
    15. Unabdingbar sind genügend Schlaf und eine gesunde Ernährung!

Wo bekomme ich Hilfe

Schulberatung:
0271 / 333 2740

Kinderklinik Siegen:
0271 / 2345-0

Jugendamt:
0271 / 333 2771
Ansprechpartner: Frau Kipping